Zarte Bande

Wertes Auditorium,

Die Bühnenabstinenzunterbrechung im winterlichen Wacken führte die Herren und mich vorübergehend wieder zusammen, knüpfte neue Bande der Gemeinsamkeiten – doch harren noch unerledigte Aufgaben, die alle erneut in die Welt hinaustrieben und nur mich allein zurückließen. Die Herren reisten per Schiff, was mich nun, im Hinblick auf aktuell eintreffende Nachrichten, doch recht besorgt werden lässt…

Respektvollst

Bastille

„Zentralatlantik: Die Crew der ,Aida‘ wollte gestern in den späten Abendstunden die übliche scherzhafte Äquatortaufe mit ihren Passagieren durchführen, als Kapitän Meier die Entdeckung machte, dass der Äquator verschwunden war. Inzwischen bestätigten Berichte aus dem Pazifik den Verlust. Der Äquator, ein stabiles metallisches Band von ca. 19 cm. Durchmesser, dient seit alters her Seefahrern zur Orientierung. Die Polizei befragte inzwischen Capt`n Casper von der MS Coppelius, den letzten bekannten vorherigen Äquatorüberquerer. Dieser gab an, er könne sich die Sache auch nicht erklären; ein Diebstahl des Äquators ergebe seiner Meinung nach keinen Sinn, denn wozu außer vielleicht als Keilriemen einer hypothetischen gigantischen Maschine könne man den längsten aller Breitenkreise schon verwenden, und das habe ja schließlich niemand im Sinn. Interpol ermittelt. (Quelle:Reuters)“

 

Äquator